Die letzten Tage vor den Sommerferien standen weiter ganz im Zeichen vom Abschied nehmen. Auch die 3 Füchse der Zwergengruppe bekamen ihre selbstgemachten Schultüten überreicht. Dabei nahmen sich die Erzieherinnen viel Zeit und gaben jedem Kind ermutigende Worte mit auf den Weg.

Dazu erhielt jedes Kind einen dicken Ordner mit der Aufschrift „Meine Zeit im Waldkindergarten“. Wie in einem Fotoalbum haben die Erzieherinnen viele schöne Momente, die alltäglichen und die besonderen in Bildern festgehalten und alles liebevoll mit Kommentaren versehen und verziert. Ganz lieben Dank dafür! So bleibt die schöne Zeit im Wald noch besser in Erinnerung. Auch manches gemalte Kunstwerk der Kinder wurde mit abgeheftet, diejenigen, die ins Format dieses Ordners passen. So viel Größeres wie aus Lehm getöpferte Schälchen, Tiere oder andere Kunstwerke aus Waldschätzen wie Zapfen, Zweigen oder Schneckenhäusern schmückt ja als Andenken sowieso schon manches Kinderzimmer;-).
Ein Foto von jedem der 8 Waldplätze ergänzt die Dokumentation. Daran schließt sich ein kleines Waldkindergarten-Interview an. Hier kann man nun nachlesen, was zum Beispiel der Lieblingsplatz, das Lieblingstier oder das Lieblingslied des Kindes sind. Wie in einem Steckbrief durften auch Fragen wie “ Was möchtest du mal werden?“ oder „Wer gehört alles zu deiner Familie?“ beantwortet werden. Ein Selbstporträt und ein selbstgemaltes Bild der Familie sind auch enthalten- wirklich toll und sehr aussagekräftig, spiegelt es doch die Gedankenwelt der Kinder in der Vorschulzeit sehr schön wieder.

Doch nicht nur die Vorschulkinder verabschiedeten sich vom Kindi, sondern auch Kati, die als Intergrationskraft viele Monate die Zwergengruppe begleitet hat. Als ehemalige Waldmama kannte sie sich natürlich schon bestens aus und war von Anfang an „mittendrin“. Sie erzählte den Kindern zum Abschied eine ermutigende Geschichte von einer Palme, die einen schweren Stein auf ihre Krone gelegt bekommt und aber genau durch diese Last starke Wurzeln ausbildet und prima wächst und gedeiht. So wünschte sie jedem Kind, dass es an den Herausforderungen des Lebens, die sich manchmal wie schwere Steine anfühlen, wachsen darf. Wie anschaulich- jedes Kind durfte sich dann noch einen kleinen Stein aussuchen mit einem Wort beschriftet wie „Mut“ oder „Liebe“. Liebe Kati, die Zeit mit dir im Wald war sehr schön, danke für alles und ganz besonders, dass du unser Singen manchmal mit deiner Gitarre bereichert hast. Für deine neue Arbeitsstelle wünschen wir dir von Herzen alles Gute und viel Spaß!

Auch Oma Schnief, eine Handpuppe, welche die Kinder immer zu besonderen Anlässen besucht hat und jedem Kind sein Geburtstagsgeschenk überreicht hat, sagte „Ade“ und macht sich auf den Weg zu neuen Aufgaben. Mal sehen, wer dann im nächsten Jahr kommt…
Am allerletzten Tag vor den Ferien konnten sich die Kinder nochmal ganz viel wünschen- die Füchse durften den Waldplatz aussuchen, zu dem es gehen sollte. Die Eichhörnchen das Spiel im Morgenkreis, die Häschen die Utensilien, die mitgenommen werden sollten (wie Schälchen, Stifte, Wasserfarben) und die Mäuschen ein Lied. Ein wunderschönes Kindergartenjahr geht so zu Ende und wir wünschen nun allen Kindern, Familien und Erzieherinnen erlebnisreiche und erholsame Sommerferien und auch Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, einen wunderschönen Sommer.
Wussten Sie schon?
Jeder, der öfter im Wald spazieren geht, kann es deutlich spüren- der Wald hat heilsame Kräfte. Das Grün des Laubes, das Rauschen der Blätter, das Zwitschern der Vögel, der Duft des Waldbodens oder von Tannennadeln- all das lässt Körper und Seele zur Ruhe kommen. Viele wissenschaftliche Studien belegen mittlerweile die heilende Wirkung des Waldes. So sinkt der Blutdruck, Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin werden abgebaut, die Muskeln entspannen sich, das Immunsystem wird gestärkt und die Stimmung hellt sich auf. Als „Waldbaden“ wird das bewusste Genießen der Zeit im Wald in Japan seit vielen Jahren sogar von den Krankenkassen bezahlt. So weit sind wir in Deutschland leider (noch) nicht- aber wir haben das Glück, wunderschöne Wälder vor unserer Haustür zu haben und können sie jederzeit besuchen- wie wäre es mal wieder mit einem ausgedehnten Waldspaziergang?