Durch die Lockerungen der Coronabestimmungen konnten in den letzten Wochen immer mehr Kinder in den Waldkindergarten zurückkehren. In einem rollierenden System mit festen Gruppen durften nun auch alle Kinder, die nicht zur Notbetreuung zählten, tageweise wieder in den Kindergarten kommen. Wie groß war da die Freude, nach so langer Zeit seine Freunde am Kottweiler Spielplatz zu treffen!
In der vertrauten Umgebung des Waldkindergartens war schnell die erste Schüchternheit überwunden und der Wald mit seinen Lebewesen fütterte den Wissensdrang der Kinder sofort mit neuem Input.
Dieses Interesse an allem, was da so kreucht und fleucht, griffen unsere Erzieherinnen natürlich gerne auf und so handelte der Morgenkreis von Schnecken, Schmetterlingen, Raupen und sonstigen Insekten. Die Kinder durften Spiele zu diesen Themen spielen, die Tiere genau betrachten und beobachten, und so wieder viel Neues lernen.

Zwei Geschwisterkinder, die bereits im Frühjahr drei Jahre alt geworden sind, durften nun auch mit ihrer Eingewöhnung starten. Die beiden neuen Mäuschen waren in den kleinen Gruppen von maximal zehn Kindern schnell integriert und hatten eine Menge Spaß im Wald. Herzlich willkommen lieber Linus und lieber Jannik, schön dass ihr da seid!!!
Alle Kinder, die während der Kindergartenschließung Geburtstag hatten, fanden am Morgen ihres Geburtstags ein selbstgeflochtenes Kränzchen aus Blumen und Efeu vor ihrer Haustür. Daneben lag eine selbstgemachte Tafel aus einer Baumscheibe, die mit Tafellack gestrichen war und an der eine Kreide und ein Schwämmchen festgebunden waren.
Vielen herzlichen Dank liebes Waldteam, dass ihr trotz Schließung an jedes Kind gedacht habt! Die Freude war riesengroß!
Jetzt endlich konnten die Geburtstage aber wieder im Wald zelebriert werden. Zwar ohne Selbstgebackenes aber dafür mit viel Herz und etwas Süßem aus der Packung. Die strahlenden Kinderaugen sprachen Bände, es geht einfach nix über dieses Gefühl, so gefeiert zu werden.

Für unsere Großen beginnt jetzt der Endspurt im Wald. Die ersten Schultüten wurden schon gebastelt und alle waren sehr konzentriert bei der Sache. In den nächsten Wochen stehen noch viele weitere, spannende Aktionen an, mit denen die Füchse in ihre Schulzeit verabschiedet werden.

Ab Montag, den 29.6.2020, findet der Kindergartenbetrieb wieder (fast) normal in kompletter Gruppenstärke statt, darauf freuen sich alle sehr.
Wussten Sie schon
Schnecken haben keinen guten Ruf – zumindest bei Hobbygärtnern nicht. Doch es gibt auch Nützlinge unter ihnen.
Die Tigerschnecke
Die Tigerschnecke oder auch „Großer Schnegel“ genannt, ist eine 15 bis 20 Zentimeter lange Nacktschnecke. Erkennen können Sie die Egelschnecke an ihrem auffälligen, dunkelgrauen Leopardenmuster und dem hellgrauen bis bräunlichen Körper.
Die Tigerschnecke ist häufig in Wäldern heimisch, wo sie sich unter anderem von verwelkten Pflanzen, Pilzen, Aas sowie den Eiern von anderen Nacktschnecken ernährt. Gesunde und lebende Pflanzen frisst sie hingegen kaum bis gar nicht an. Die Tigerschnecke ist hauptsächlich nachtaktiv und tagsüber kaum zu finden.
Die Weinbergschnecke
Ein weiterer Nützling ist die Weinbergschnecke. Da sie die Baustoffe für ihr Schneckenhaus über die Nahrung aufnimmt, liebt sie kalkhaltige Böden. Aber auch die Eier von Nacktschnecken gehören zur Nahrung der Weinbergschnecke. Zwar gehören Pflanzen auch zum Speiseplan der Weinbergschnecke, allerdings frisst sie hier meist welke und modernde Pflanzenteile, die weich und für die kleinen Tiere leicht zu verdauen sind.
Die Weinbergschnecke kann bis zu fünf Zentimeter groß werden (Gehäusegröße) und steht unter Naturschutz.
Sie können dem Nützling Gutes tun, indem Sie einige abgeschnittene Pflanzenteile im Garten liegen lassen. An diesen bedienen sich die Weinbergschnecken dankend.