Jetzt, da es doch deutlich kühler wird und der Herbstwind die ersten bunten Blätter verweht, spüren wir es ganz deutlich: Der Herbst hält Einzug in Wald und Wiesen. Kaum eine andere Frucht verbinden wir so mit dem Herbst, wie den Apfel. So ist es auch nicht verwunderlich, dass unsere Erzieherinnen dies gleich aufgegriffen haben.
Nachdem die ersten neuen Kindergartenkinder, unsere Mäuschen, nun schon in den Wald eingezogen sind, passt das Buch „Das Apfelmäuschen“ ganz wunderbar. In dieser Geschichte sucht eine kleine Maus ein Haus und wird in einem Apfel fündig. Die Maus frisst sich eine Türe und Fenster hinein, trifft eine Schnecke, übersteht den Regen und frisst schließlich doch den leckeren Apfel auf. Letztendlich zieht sie in ein leeres Schneckenhaus. Ausgehend von dieser bezaubernden Geschichte, bastelten die Kinder eigene Apfelmäuschen aus Walnussschalenhälften. Doch es fehlte natürlich noch der Apfel.

Zum Glück gibt es Herrn Reichert von der Bürgerstiftung Winnenden! Nach der guten Zusammenarbeit von vor zwei Jahren, als unsere fleißigen Zwerge und Wichtel rund 1200kg Äpfel sammeln durften, lud uns Herr Reichert wieder auf das Stückle ein. So wimmelte es am vergangenen Donnerstag neben der Südumgehung von Birkmannsweiler von fleißigen Händen. Eltern und Kinder des Waldkindergartens Berglen halfen alle zusammen. Aufgrund der Coronaverordnungen sammelten die beiden Gruppen dieses Jahr getrennt.

Mit großem Einsatz halfen sogar hochschwangere Mamas, Eltern mit Kindern im Tragetuch und selbst kleine Geschwisterkinder sammelten – oder probierten zumindest – die leckeren Äpfel. Eimer um Eimer füllte sich der Anhänger mit den rotbackigen Vitaminbomben.

Unsere Waldkinder hatten derweil viele Erkenntnisse: Die Äpfel der verschiedenen Bäume schmecken ja ganz unterschiedlich. Ganz schön kalt so ein Apfel am Morgen. Ein Apfel alleine ist nicht besonders schwer, aber einen vollen Eimer kann man alleine fast gar nicht tragen. Was wiegt dann wohl der ganze Anhänger? Und die wichtigste Einsicht: Alleine kann man so ein Baumstückle voller Äpfel kaum bewältigen, aber zusammen können wir das schaffen – und das auch noch mit ganz viel Spaß!

Der Erlös der Sammelaktion kommt dem Waldkindergarten zugute und wird sogar noch von Seiten der Bürgerstiftung Winnenden aufgestockt. Letztes Mal konnte der Waldkindergarten dafür eine kleine Apfelsaftpresse finanzieren.
Ein ganz herzliches Dankeschön an Herrn Reichert von der Bürgerstiftung Winnenden, dass Sie dem Waldkindergarten diesen schönen Vormittag ermöglicht und uns so nett begleitet haben.


Nach der Sammelaktion verweilten die Kinder in ihren Gruppen noch in der Nähe und unsere Wichtel machten eine Entdeckung, die uns alle nachdenklich zurück lässt: Sie fanden ein Wasserloch – eines der Wenigen, die es aufgrund der langen Trockenheit gab. Drum herum fanden sie Trittsiegel von Reh, Wildschwein, Fuchs, Hase und Eichhörnchen. Dies ist äußert ungewöhnlich und zeigt, wie trocken der Sommer war.
Wussten Sie schon?
Der Spruch „An apple a day keeps the doctor away“, übersetzt in etwa „Jeden Tag ein Apfel und der Doktor bleibt fern“ enthält viel Wahres. Ein Apfel kombiniert viele Vitamine und Mineralstoffe, auch ist er reich am Ballaststoff Pektin, das ist für eine gute Verdauung. Die enthaltenen Flavonoide haben eine positive Wirkung auf das Immunsystem, können entzündungshemmend wirken und sogar das Risiko für bestimmte Krebsarten senken.
Übrigens: Die meisten Vitamine stecken in der Schale oder direkt darunter.