Berichte

Überraschung für die Waldkinder Zuhause

„Es hat eine Krone, ist aber kein König.

Vögel bauen gern ihr Nester darin.

Es ist fest verankert, aber kein Schiff.

Mancher steht allein und manchmal stehen ganz viele zusammen.

Was kann das sein?“

Mit diesem Rätsel startete der Aktionsweg in der letzten Woche für die Wichtel und Zwerge des Waldkindergartens.

Wie alle anderen Kindergartenkinder können natürlich auch sie – ausgenommen einer kleinen Notbereuungsgruppe – ihren Kindergarten zur Zeit leider nicht besuchen.

Doch es kam eine Einladung für die Waldkinder zu einem wunderschönen Aktionsweg in den Wald in die E-Mail-Postfächer ihrer Eltern geflattert. So machten sich die Wichtel und Zwerge mit ihren Familien freudig auf in ihren Wald – natürlich unter Einhaltung des erforderlichen Abstands, falls sich trotz der großen Zeitfenster mal zwei Familien begegneten.

Am Wurzelplatz ging es los. Neben dem kleinen Rätsel wartete da eine Aufgabe für die Kinder. Verschiedene Waldfrüchte waren in Gläsern vorbereitet. Jedes Kind durfte nun jeweils eine davon herausnehmen und zu einem der umstehenden dazu passenden Bäume legen. So wanderten nach und nach die Eicheln zu den Eichelbäumen, die Fichtenzapfen zu den Fichtenbäumen und die Bucheckerhüllen zu den Buchen.

Außerdem sollten die Kinder darauf achten, wie unterschiedlich die Rinden der Bäume aussehen und sich anfühlen.

Weiter ging es zur nächsten Station am Sonnenplatz. Hier standen Spiegel bereit, mit denen man einfach mal die Perspektive wechseln konnte. Wie spannend die Baumwipfel aussehen, wenn man sich an einen Baumstamm lehnt und mit dem Spiegel nach oben schaut! Besonders an den windigen Tagen wankten die Baumwipfel beeindruckend hin und her.

Außerdem gab es dort noch die Geschichte „Der Tempel der 1000 Spiegel“, die in Glasflaschen verpackt zum Vorlesen bereit lag. Auch sie zeigte den Kindern, wie anders eine Situation aussehen kann, wenn man sie aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet.

Weiter wartete an der folgenden Station an unserem Waldschlösschen ein liebevoll gestaltetes Baumkegel-Spiel auf die Kinder, welches ihnen großen Spaß machte. Wieder und wieder probierten die Kinder hier möglichst viele Waldkegel mit dem Schwingen des Pendels umzuwerfen.

Auf dem Rückweg hielten alle Wichtel und Zwerge die Augen offen um die vorletzte Station am Wegesrand nicht zu verpassen. Ringe aus Weidenstöcken gebunden hingen dort bereit. Mit Zapfen sollten die Kinder versuchen hindurch zu werfen – natürlich versuchten auch die Eltern und Geschwister ihr Glück!

An der „Dicken Berta“ wartete die Abschlussaktion auf die Waldfamilien. Um den dicken Stamm der „Dicken Berta“ gaben sich alle Kinder und Eltern symbolisch die Hand. Denn mit Kreide durften alle Kinder und Eltern hier ihren Handumriss dicht an dicht auf den Stamm malen. Am Ende umfassten so lauter große und kleine Hände den dicken Stamm. Es waren alle Kinder mit ihren Familien alleine im Wald und schließlich so doch auch verbunden und zusammen. „Wege leuchten, wo wir uns die Hand reichen. Hoffnung kann wachsen, wo Zuversicht trägt.“ Mit diesem schönen Spruch wurden die Familien nun von dem Aktionsweg im Wald verabschiedet.

Ein ganz herzliches Dankeschön an das Waldteam für diesen wunderschön gestalteten Aktionsweg, der den Waldkindern und ihren Familien den Wald und den Kindergarten trotz Lockdown nahe brachte und ihnen sehr viel Freude bereitete.

Wussten Sie schon?

… warum Bäume im Winter nicht erfrieren? Neben dem Abwerfen der Blätter und der Isolierung durch die Rinde, bilden die Bäume eine Art natürliches Frostschutzmittel aus einer Zucker-Eiweißlösung, das den Gefrierpunkt des Zellsaftes herabsetzt und somit das Erfrieren verhindert.