Bei eisiger Kälte hat die Sonne diese Woche vom blauen Himmel gestrahlt und die Waldkinder auf die umliegenden Wiesen gelockt. Es war eine besondere Naturerfahrung, denn morgens haben die Kinder die eisige Kälte gespürt, bei der sie sich kaum bewegen konnten. Nach einem kurzen Morgenkreis haben sie sich auf den Weg gemacht und dabei gemerkt, wie ihnen durch die Bewegung warm wurde. Auf den Wiesen, beim Spielen und Toben in der Sonne, ist dann hingegen schon ein Frühlingsgefühl aufgekommen.

Zwei Mal pro Woche treffen sich unsere Zwergen – und Wichtelkinder derzeit nicht in ihren üblichen Gruppen, sondern versammeln sich nach dem Morgenkreis in ihrer Vorbereitungsgruppe für das mittelalterliche Faschingsfest. „Einer für alle, alle für einen, niemand wird im Stich gelassen, darauf könnt ihr euch verlassen“ – mit diesem Spruch beginnen die angehenden Ritter ihr Training. Ritter wird man nicht von heute auf morgen, deshalb sind auch unsere Waldkinder als Pagen gestartet. Im Moment sind sie Knappen und wenn alles gut läuft werden sie bald zum Ritter geschlagen und können als solcher zum Faschingsfest erscheinen. Wie spannend! Auf dem „Trainingsplan“ stehen verschiedene Spiele, die allen viel Spaß machen. Tauziehen oder „wir sprengen die Burg“ zum Beispiel.

Nebenbei werden auch die Kostüme nicht vergessen und die Kinder haben Nadel und Faden ausgepackt und einen edlen Knopf an einen Gürtel genäht, Schilder ausgesägt und mit einem selbst erdachten Wappen bemalt. Zu guter Letzt wurde noch ein Schwert geschnitzt. Die Vorfreude auf das Faschingsfest steigt, obwohl gerade auch die abwechslungsreichen Vorbereitungen besonders viel Spaß machen. Die anderen Gruppen waren natürlich ebenfalls nicht untätig. Bei den Musikern entstehen tolle Instrumente, wie zum Beispiel eine Trommel und eine Rätsche. Die Gaukler trainieren für ihre Kunststücke und die Gruppe der Burgfräulein hat den großen Webrahmen am Waldschlössle repariert und ist nun fleißig am Weben.

Wussten Sie schon?
Trotz klirrender Winterkälte ist die Erde der Sonne ausgerechnet im Januar so nah wie sonst nie. „Schuld“ an diesem Phänomen ist die Neigung der Erdachse.