Berichte

Spuren im Schnee

Bei frostigen Temperaturen machten die Kinder gleich morgens spannende Entdeckungen: Über den Morgenkreis ist ein Eichhörnchen gehuscht und hat Spuren im Schnee hinterlassen. Neben dem Kreis waren auch Tierspuren zu sehen. Welcher Waldbewohner war hier wohl unterwegs? Die Kinder haben überlegt und gerätselt und sich eifrig auf die Suche nach weiteren Spuren gemacht. Verschiedene Vogelspuren, Fuchsspuren, Rehspuren und Wildschweinspuren wurden entdeckt. Wie spannend! Die Kinder waren mit Feuereifer dabei und sehr beeindruckt von ihren Entdeckungen.

Zu jeder Jahreszeit hat die Natur Besonderheiten zu bieten. Die Wassertropfen an den Bäumen, die an einem Tag flüssig waren, waren am nächsten Tag zum Beispiel gefroren und haben wunderschön ausgesehen. Die Kinder kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Natürlich durfte auch Bewegung nicht fehlen, denn es war knackig kalt. So haben die Kinder die Geschichte von Zwerglein Frost kurzerhand nachgespielt und dabei an verschiedenen Stationen beispielsweise Flüsse überquert, indem sie über Balancierbalken gesprungen sind. So sind alle in Bewegung geblieben und es wurde nicht kalt. Allerdings haben noch nicht alle Kinder die Geschichte gekannt, also musste sie noch einmal erzählt werden. Dieses Mal aber nicht von den Erzieherinnen, sondern von den Kindern selbst. In der Sturmhöhle war noch die Landschaft aus Filzpüppchen, Regenbogen, Ästen und Moos aufgebaut und jedes Kind durfte einen Teil der Geschichte erzählen. Nun wissen alle über das Zwerglein Bescheid und die Kinder haben dabei spielerisch geübt sich auszudrücken. Anschließend hat jedes Kind mit Wachsfarben ein Bild über die Geschichte gemalt und es mit einem Schwämmchen und Wasserfarben  zum Schluss noch vollendet. Eine tolle Woche im Wald, in der wieder mit allen Sinnen gespielt, gelernt und erlebt wurde.

Für alle, die nun neugierig auf unser Zwerglein sind: Zwerglein Frost lebt in den Schneebergen wo alles weiß ist. Die Berge sind weiß, das Zwerglein ist weiß, die Bäume sind weiß. Eines Tages macht sich das Zwerglein auf den Weg den Berg hinunter um Farben zu suchen. Nach einiger Zeit entdeckt es wirklich die ersten Farbtupfer und bestaunt einen grünen Baum. „Darf ich was von deiner Farbe abhaben?“ fragt es den Baum. Doch der Baum gibt keine Farbe ab, denn das Zwerglein ist gut, genauso wie es ist. Also geht das Zwerglein weiter und findet noch viele weitere Farben. Allerdings bekommt es weiterhin keine ab. Die Sonne ist zu beschäftigt die Erde zu erwärmen und hört das Zwerglein nicht. Der herrlich blau glitzernde Fluss hat es zu eilig und rauscht weiter und auch die wunderschönen Blumen geben keine Farbe ab. Da kommt das Zwerglein Frost an einen Wasserfall. Die Sonne scheint auf das Wasser und ein wunderschöner Regebogen lässt seine Farben auf das Zwerglein leuchten, das nun auch Farben an sich hat und sich dabei selbst treu bleibt. Eine schöne Geschichte, die unsere Kinder noch einige Zeit im Wald begleiten wird.

Wussten Sie schon?

Wer sich im Winter auf Spurensuche im Schnee begibt, sollte Tieren keinesfalls nachstellen, auch wenn eine lange durchgängige Spur dazu verleiten mag. Gerade im Winter ist es besonders wichtig, dass wir die Tiere nicht erschrecken. Sobald sie vor uns fliehen, haben sie einen erhöhten Herzschlag und verbrauchen dabei kostbare Reserven. Für Tiere, die im Energiesparmodus sind, kann so ein Stressmoment lebensgefährlich werden.